SPHÈRES DES ÉLÉMENTS

Sphères des éléments schrieb ich für die 7. Ausgabe des internationalen Kompositionswettbewerbs Coups de Vents 2021, der Corona bedingt auf 2022 verschoben werden musste. Eine Vorgabe des Wettbewerbs war, das sich das Stück dem Thema Planet Erde und die 4 Elemente annehmen sollte. Ich kam diesem Thema insofern nach, als dass das Werk eine Reise in das innere unseres Planeten beschreibt. Jedem Element ist eine entsprechende "Sphäre" der Erde zugeordnet, die der Reihe nach durchschritten werden. Außerdem besteht das Hauptthema ausschließlich aus 4 Tönen bzw. den 3 entsprechenden Intervallen, das das gesamte Werk beherrscht und in jedem Teil des Werks in mehr oder weniger offensichtlichen Form zum Vorschein tritt.

Bereits die ersten schwebenden Klänge in den Höhen der "Atmosphère - Schützende Hülle" - dem ersten Teil des Werks - verraten diese 4 Töne. Eine erster majestätischer Höhepunkt beschreibt die Schönheit des Planeten. Lebhafte bis quirlige Holzpassagen simulieren die Bewegungen der Luftmassen, bevor uns ein Sturzflug in die Ozeane in den zweiten Teil, der "Hydrosphère - die Wiege des Lebens" führt. Wogende Dynamikbewegungen beherschen diesen Teil, dominiert von einem Harfen- und anschließendem Flügelhornsolo. Die Reise führt uns weiter bis auf den Meeresgrund und schließlich in diesem hinein, dem dritten Teil "Lythosphère - Schwebende Felsen". Ein pulsierender Rythmus baut zunehmend Spannung auf, während sich gewaltige Gesteinsmassen unaufhaltsam aufeinanderzubewegen, verhaken, übereinanderstapeln. Urgewalten kommen am Ende dieses Teils zum Ausdruck, bis wir schließlich in den flüssigen Lavamantel darunter, die "Asthénosphère - Meer aus Feuer" tauchen. Doch hier geht es nicht ruhiger zu: hektische Einwürfe und schnelle Läufe prägen das Bild einer brodelnden Masse, die ständig in Bewegung ist und nie zur Ruhe kommt. Die Reise führt immer Weiter ins heiße Innere, bis wir schließlich am strahlenden Ende des Werks zum Mittelpunkt des Planeten kommen. Das Werk endet wieder mit den 4 bekannten Tönen, wenn sie vom Vibraphon gespielt im Nichts verschwinden.

Das Werk wurde mit dem 1. Preis ausgezeichnet.
Art: Konzertwerk Grad: 4-5 Min.: 10 Jahr: 2020 Verlag: Musikverlag Frank Instrumentation: Blasorchester
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